MS CRM 2011: Performance Offline Client

In vielen Blogs und Artikeln wird beschrieben, wie die Geschwindigkeit der CRM Server erhöht wird. Einer der Ansatzpunkte ist die Optimierung der Datenbankserver und der CRM Datenbank. Eine ähnliche, nicht ganz so komfortable Vorgehensweise ist auch für den Offline Client möglich.

Zu diesem Zweck sollte ein Offline Client herbeigezogen werden, der demselben Hardware- und Softwarestand entspricht, wie es bei den meisten Benutzern üblich ist. Die Installation des Clients muss um das SQL Management Studio und die Performance Tools erweitert werden.

Nach der Installation wird der Client in den Offline Modus versetzt und der SQL Server Profiler aktiviert. Dann soll man ein neues Trace starten und sich an der lokalen Datenbank anmelden. Die Offline Client Datenbank ist immer localCRM und die Authentifizierung erfolgt über den Windows Login.

Nachdem die Verbindung zum Server aufgebaut ist, muss eine Trace Vorlage ausgewählt werden. Für unsere Zwecke ist es ausreichend die Tuning Vorlage auszuwählen und das Trace zu starten.

Während das Trace läuft, sollte mit dem Offline Client die übliche Arbeitsweise des Benutzers nachgestellt werden. Also alle Tätigkeiten, die ein Benutzer an einem Tag macht, sollen für eine gute Analysebasis nachgestellt werden, inklusive der Synchronisation der Daten. Das Trace File wird in dieser Zeit auf einige Megabyte bis hin zu Gigabytes anwachsen, aus diesem Grund sollte auch genügend Festplattenkapazität auf dem Installationslaufwerk des SQL Servers verfügbar sein.

Nachdem der Testdurchlauf abgeschlossen ist, muss das Trace angehalten und auf die Platte gesichert werden.

Die Datei wird nun mit dem Database Engine Tuning Adviser überprüft. Dieser befindet sich unter den Performance Tools.

Nach dem Start des Tools muss das Trace File, die Datenbanken und die Analysezeit ausgewählt werden.

Im jetzigen Szenario wird die MSCRM_MSDE Datenbank mit einer Analysezeit von 1 – 8 Stunden ausgewählt. Nach der Auswahl der Parameter wird das Analyse-Tool mit einem Klick auf den grünen Pfeil gestartet.

Nach Beendigung der Prüfung zeigt der DTA Maßnahmen zur Verbesserung der Performance an. Das Ergebnis kann als SQL-Skript auf der Platte gespeichert werden. Nach einer Prüfung der Maßnahmen (dies sollte von einem ‘Datenbank Wissenden’ gemacht werden), muss entschieden werden, welche Maßnahmen wirklich auf dem Client ausgeführt werden sollen.

Für die Ausführung kann man sich ein O-SQL Skript schreiben oder dies in ein Client-Steup mit einbauen. Wichtig ist, dass es nach jedem Neuaufsetzen des Clients notwendig sein kann, die Skripte wiederholt auszuführen.

Hier ist ein Beispiel, wie per Kommandozeilenaufruf aus einer CMD-Datei eine “Create Index Script” gegen die lokale Datenbank abgesetzt werden kann.

Ich hoffe, dies hilft Euch weiter.

Lieben Gruß

Markus

 

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